Selbsthilfe gefällt mir: Kongress in Landshut entfacht neues Feuer!

„Selbsthilfe gefällt mir“, sagen nicht nur die Aktiven aus den Gruppen, sondern auch eine große Zahl von Experten. Und dass viele Menschen in Selbsthilfegruppen genau die Hilfe bekommen, die sie brauchen, zeigte sich erneut auf dem 9. Bayerischen Selbsthilfekongress in Landshut am 25. Oktober 2013. Über 300 Besucher reisten an, um sich rund ums Motto „Selbsthilfe – eine zündende Idee!“ auszutauschen und am Nachmittag in neun Workshops und einem Themenforum inhaltlich weiter zu diskutieren. Der Start gelang mit einem kurzen und anschaulichen Vortrag zum Thema „Das Feuer in der Selbsthilfe (neu) entfachen“ von Klaus Vogelsänger aus Bern.

Danach diskutierten die Teilnehmer im „Gefällt mir“ Plenum zu drei Thesen, bei denen es inhaltlich um ehrliche Kommunikation, den Stress des Gruppenleiters und die Weiterentwicklung von Selbsthilfe entlang der Bedürfnisse der Gruppenmitglieder ging.
Diese originelle Methode, alle Zuhörer in Murmelgruppen mit am Gespräch zu beteiligen, wurde von SeKo Bayern vor einigen Jahren entwickelt.
Wie meist in der Selbsthilfe wurden engagiert und einsatzfreudig unterschiedliche Standpunkte vertreten.
Nach der Mittagspause gab es Vorträge und Informationen zum Umgang mit einzelnen Themenschwerpunkten in der Selbsthilfe. Neben dem Forum „Chronische Schmerzen – was nun?“ wurde in kleineren Workshops die Angehörigenarbeit in der Pflege und im Suchtbereich zum Thema gemacht, genauso wie die Frage, wie Migrant/innen besser in Selbsthilfegruppen integriert werden können. Weiter wurde von einer engagierten Rechtsanwältin zum Thema Schutz der persönlichen Daten referiert und in einem weiteren Workshop von selbstorganisierten Wohnprojekten berichtet.
Zu öffentlichkeitswirksamen Großveranstaltungen wurden im Workshop „Selbsthilfe zeigt sich – Selbsthilfe tritt auf“ Erfahrungen aus Würzburg und Wien eingebracht, die mit originellen Aktionen wie einer Besetzung von Straßenkreuzungen oder einer Demo für Seltene Erkrankungen neue Wege gingen.
Daneben unterstützten drei Workshops die Gruppenarbeit themenübergreifend: Hier ging es z.B. um gewaltfreie Kommunikation oder Auflockerung und Bewegungsübungen sowie eine gesunde Balance zwischen Selbstsorge und Fürsorge.

Der Kongress wurde von dem Verein Selbsthilfekontaktstellen Bayern e.V. und der Selbsthilfekoordination Bayern gemeinsam mit der Selbsthilfe-Kontaktstelle der Diakonie Landshut veranstaltet.
Unterstützt wurde die Veranstaltung außerdem von Hand in Hand e.V. in Landshut, der Stadt Landshut, der Selbsthilfefördergemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern, der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, der Bayerischen Landesapothekerkammer und dem BAV Bayerischer Apothekerverband.

Wir bedanken uns bei allen Förderern, ehrenamtlichen Helfern, Kooperationspartnern und ganz besonders bei allen Engagierten in der Selbsthilfe für den gelungenen Austausch und den schönen gemeinsamen Tag.

Auf dem Foto das Veranstalterteam von links nach rechts: Vordere Reihe von links (Alexander Schlote (Vorstand SHK Bayern e.V.), Ursula Buchner und Marianne Schwaiger (Hand in Hand Landshut e.V.) Sonja Stipanitz (Bayerischer Apothekerverband ) Hintere Reihe von links Dagmar Friemel-Sturm (Vorstand SHK Bayern e.V.), Ruth Götz (SeKo Bayern), Kornelia Thomanek (Selbsthilfekontaktstelle der Diakonie Landshut), Michael Stahn (Kassenärztliche Vereinigung Bayerns) und Theresa Keidel (SeKo Bayern).

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