Mehr Selbsthilfefreundlichkeit im Krankenhaus

Im Rahmen des bayernweiten Projektes „Mehr Selbsthilfefreundlichkeit im Krankenhaus“, gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, werden 2017 zwei weitere Ideenwerkstätten angeboten:
am 24. März 2017 in Regensburg und am 03. Mai 2017 in Ansbach.

Anmeldungen für die Ideenwerkstatt in Regensburg werden ab sofort entgegengenommen.
E-Mail: Barbara.Fischer@seko-bayern.de
Tel.: 0931/20 78 16 44 oder per Fax: 0931/20 78 16 46

Bitte teilen Sie uns für das Namensschild Ihren Namen und den der Selbsthilfegruppe/Organisation mit. Sie erhalten eine Anmeldebestätigung mit Anfahrtsbeschreibung per E-Mail.

Anmeldeschluss ist am Freitag, den 17. März 2017

Ideenwerkstatt Nord in Coburg - Kooperation macht stark

Nach der Begrüßung durch Klinikdirektorin Dagmar-Astrid Wagner referierte Chefarzt Dr. Hermann
Zoche in seinem Impulsreferat, wie eine Selbsthilfegruppe als Mitinitiator an der Bildung des zertifizierten Brustzentrums Coburg beteiligt war. Auch der ärztliche Direktor Professor Dr. Markus Ketteler bestätigte in seinem Referat die positive Wirkung von Selbsthilfegruppen für die
Patienten und ihre Angehörigen im Bereich der chronischen Nierenerkrankungen. 2014 hat er doch selbst mit Patienten die Selbsthilfegruppe für Nierenerkrankungen mitgegründet.
60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich am Freitag zu einem Fachtag zum Austausch zwischen Klinikpersonal und Selbsthilfe eingefunden, den die Selbsthilfekoordination Bayern mit der Kontaktstelle Selbsthilfe der Stadt Coburg und dem Klinikum Coburg zum Thema
„Mehr Selbsthilfefreundlichkeit im Krankenhaus“ veranstaltete. Als Vertreterin des Netzwerks Patientenorientierung und Selbsthilfefreundlichkeit konnten die Anwesenden von Lisbeth Wagner erfahren, wie eine strukturierte und kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen Klinik
und der Selbsthilfe aussehen und gefördert werden kann.
Als Mitarbeiterin der Selbsthilfekontaktstelle Regensburg war sie maßgeblich am Auszeichnungs-Prozess beteiligt, der dem Krankenhaus „Barmherzige Brüder Regensburg“ zu seiner bayernweit einmaligen Auszeichnung „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ verhalf.
Wie und auf wen Selbsthilfegruppen in Krankenhäuser oder Rehakliniken zugehen können, was die Selbsthilfeaktiven in der Zusammenarbeit mit einer Klinik leisten und wie die Selbsthilfekontaktstelle vor Ort Gruppen mit Kliniken vernetzen kann, wurde in drei Workshops rege ausgetauscht und diskutiert. Moderatorin Sabine Feuerbach-Heim von der Kontaktstelle Selbsthilfe konnte im Abschlussplenum feststellen, dass sich das Zusammentreffen von medizinischen Know How und dem
Erfahrungswissen aus den Selbsthilfegruppen als eine Bereicherung für alle Beteiligten erweist.
Die Aufklärung und Informationen durch Gleichbetroffene könnten den Patienten, z.B. Ängste vor Operationen nehmen, bei der Entlassung und der Nachsorge Unterstützung geben, auch bei Alltagsschwierigkeiten und der Krankheitsbewältigung helfen. Dr. Zoche war sichtlich erfreut von den
vielseitigen Anregungen und Impulsen aus den Arbeitsgruppen und signalisierte seine Unterstützung bei der praktischen Umsetzung, damit das Klinikum noch selbsthilfefreundlicher gestaltet werden kann. Alle Beteiligten des Fachtages, Selbsthilfegruppenvertreter, Klinikmitarbeiter und Kontaktstellenmitarbeiter Resümierten, das sich eine partnerschaftliche Zusammenarbeit und regelmäßige Austausche lohnen würden, nach dem Motto „ Kooperation macht stark“.

(Auf dem Foto sehen Sie Frau Sabine Feuerbach-Heim und Frau Sabine Doerenkamp-Steiner im Austausch am Impuls Selbsthilfekontaktstellen – Selbsthilfegruppen – Klinik)

Gesundheit durch Liebe, Vertrauen und Glück

Ideenwerkstatt in Bad Endorfer Simsseeklinik mit starken Impulsen für mehr Selbsthilfefreundlichkeit im Krankenhaus

Wie Liebe, Vertrauen und das Empfinden von Glück auf unser Wohlbefinden wirken und welche Faktoren für die Gesundheit sonst noch wichtig sein können, erläuterte Dr. Franz Pfitzer, Chefarzt der Psychosomatik und Gastgeber, sehr anschaulich anhand des Behandlungskonzeptes der Klinik in seinem Impulsreferat.
Wie strukturierte Zusammenarbeit zwischen Kliniken und der Selbsthilfe aussehen und gefördert werden kann, trug Antje Liesener vom Netzwerk Selbsthilfefreundlichkeit aus Berlin sehr lebendig in ihrem Referat vor.
Insgesamt 70 Personen waren am Mittwoch, den 19.Oktober der Einladung zum Austausch zwischen Klinikpersonal und Selbsthilfe gefolgt. Ärzte/innen und Mitarbeiter/innen aus Kliniksozialdiensten diskutierten mit Selbsthilfegruppen und –kontaktstellen zum Thema.
Wie und auf wen Selbsthilfegruppen in Krankenhäusern zugehen können, was sie in der Zusammenarbeit mit einer Klinik leisten und wie die Selbsthilfekontaktstelle Gruppen mit Kliniken vernetzen kann waren die Themen im anschließenden Gallery Walk.
(v.l.n.r. auf dem Foto: Dr. Franz Pfitzer, Theresa Keidel, Dagmar Friemel-Sturm, Antje Liesener und Irena Tezak)
Denn dass die positiven Wirkungen der Selbsthilfe die Lebensqualität von Patienten/innen erheblich verbessern und den Heilungsprozess unterstützen können, war allen Beteiligten bewusst – dies in Zukunft noch mehr in den Blick zu nehmen und Partner für Kooperationen vor Ort zu finden, das war ein Ziel dieser Veranstaltung.
Im Rahmen des bayernweiten Projektes „Mehr Selbsthilfefreundlichkeit im Krankenhaus“, gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, war dies die erste von vier Ideenwerkstätten..
Die nächste findet am 25. November 2016 im Norden Bayerns, in der Regiomed Klinik Coburg statt, im Jahr 2017 folgen zwei weitere in Ansbach und Regensburg.

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