Vereinsmitglieder

Die Mitglieder des Vereins sind in den meisten Fällen Träger von Selbsthilfekontaktstellen, Selbsthilfekontaktstellen im Aufbau und Selbsthilfeunterstützungsangeboten in Nebenaufgabe. 

Übersicht der Standorte unserer Vereinsmitglieder

 

Träger der bayerischen Selbsthilfe-Infrastruktureinrichtungen

Die Träger der Selbsthilfe-Infrastruktureinrichtungen sind in Bayern fast so vielfältig und bunt wie die Selbsthilfe mit ihren über 900 Themen selbst: große Wohlfahrtsverbände (Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Diakonie, Der Paritätische, Rotes Kreuz) unterhalten Einrichtungen ebenso wie kleine Vereine, die mit wenigen Mitgliedern und ehrenamtlicher Vorstandstätigkeit sogar große Einrichtungen betreiben. 

Auch sind etliche Selbsthilfekontaktstellen oder Unterstützungseinrichtungen in Nebenaufgabe direkt bei der öffentlichen Hand, bei Stadtverwaltungen, Gesundheits- oder Landratsämtern angesiedelt, die dadurch einen nicht unerheblichen kommunalen Beitrag zur Selbsthilfeunterstützung leisten. 

Vielfältig sind die Selbsthilfekontaktstellen auch, was ihr Alter und ihre Größe angeht. Einige Selbsthilfekontaktstellen, etwa die in München, Nürnberg, Regensburg oder Würzburg, gibt es schon über 30 Jahre und bieten ein differenziertes Unterstützungsangebot und mehrere Gruppenräume. Neben diesen großen Zentren, zu denen auch Augsburg gehören, gibt es kleine Einrichtungen im ländlich geprägten Raum. Hier kann Neustadt Aisch als Beispiel dienen:  Mit 8-10 Wochenstunden für Selbsthilfeunterstützung können nur begrenzte Aktivitäten entfaltet werden. Ein Schwerpunkt ist die Unterstützung der Gruppen, um an Fortbildungsangeboten und Gemeinschaftsfahrten zu bayernweiten Veranstaltungen teilnehmen zu können. Vermittlung an Selbsthilfegruppen, Unterstützung bei Gruppenneugründungen und bei der Öffentlichkeitsarbeit wird auch von den kleinen Einrichtungen geleistet.

Selbsthilfekontaktstellen in Bayern als regionale Selbsthilfewegweiser

Selbsthilfekontaktstellen

In Bayern hatten sich im Jahr Gründungsjahr zwanzig Einrichtungen der Selbsthilfeunterstützung zu einer Landesarbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen und den Verein „Selbsthilfekontaktstellen Bayern e.V.“ gegründet. Heute vertritt der Verein 33 Einrichtungen mit 24 Trägern. Selbsthilfekontaktstellen sind fach-, themen- und verbandsübergreifende Einrichtungen für die Selbsthilfe und die Selbstorganisation. Selbsthilfekontaktstellen bauen Brücken zwischen Selbsthilfeaktiven und dem professionellen Gesundheits- und Sozialsystem. Die ordentlichen Mitglieder des Vereins sind die Träger von Selbsthilfekontaktstellen in Bayern. Eine Fördermitgliedschaft ist für Selbsthilfekontaktstellen im Aufbau und Selbsthilfeunterstützungsangebote in Nebenaufgabe, sowie für Einzelpersonen möglich. Definierte Qualitätsstandards wurden  für die verschiedenen Einrichtungstypen festgelegt und stellen die Qualität der Arbeit sicher.

Selbsthilfekontaktstellen laden zur verantwortlichen Mitgestaltung des Gemeinwesens ein und sind beteiligungsoffen. Als Kristallisationspunkte für bürgerschaftliches Engagement in der Selbsthilfe zeigen sie Menschen den Weg, ihr Leben trotz Erkrankung selbst in die Hand zu nehmen oder im sozialen Nahraum Themen des persönlichen Lebensumfeldes gemeinsam zu gestalten. 

 

 

Aufgabenprofil von Selbsthilfekontaktstellen 

  • Sie informieren und beraten interessierte Menschen über Selbsthilfe und professionelle Hilfsangebote.
  • Sie vermitteln in Selbsthilfegruppen oder zu überregionalen Selbsthilfeverbänden,
  • Sie begleiten Selbsthilfegruppen bei Veränderungen, Konflikten und Entwicklungsprozessen und bieten Krisenintervention und Beratung an.
  • Sie unterstützen Menschen, die eine Selbsthilfegruppe gründen möchten und begleiten die Gruppe in der Gründungsphase.
  • Sie bündeln regionale Selbsthilfeaktivitäten in einer Datenbank.
  • Sie fördern die Netzwerkbildung innerhalb der Selbsthilfelandschaft.
  • Sie regen Kooperationen zwischen der Selbsthilfe und dem Gesundheits- und Sozialwesen an.
  • Sie bieten Seminare und Fortbildungen für Selbsthilfeaktive an.
  • Sie betreiben aktive Öffentlichkeitsarbeit für die Selbsthilfe, z.B. Selbsthilfetage.
  • Betreiben Lobbyarbeit für die Selbsthilfe in Politik und Verwaltung.
  • beteiligen sich an der Weiterentwicklung der Selbsthilfe  (z.B. durch Teilnahme an Studien)
  • vermitteln andere Interessierte und stellen ihre Kontaktadresse zur Verfügung.
  • Sie beraten in konzeptionellen, organisatorischen und finanziellen Fragen.
  • Sie bieten Räumlichkeiten an und vermitteln Räume und fördern den Erfahrungsaustausch und die Kommunikation zwischen den verschiedenen örtlichen Gruppen.
  • Durch gezielte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit informieren die Kontaktstellen über Arbeit und Angebot der Selbsthilfegruppen