Virtuelle Angebote und Tipps für Gruppen, Betroffene und Angehörige

Leben mit Corona

Verein der Langzeiterkrankten und deren Angehörige der Corona Pandemie 2020 

In der Schweiz hat sich der Verein "Leben mit Corona" gegründet. Ziel des Vereins ist es Langzeiterkrankten und ihren Angehörigen Unterstützung, Informationen und Hilfe zu bieten. Dazu gehört die Begleitung von Betroffenen in kritischer Lebenssituation, das initiieren von Selbsthilfegruppen, die Vernetzung mit -und die Beratung durch Fachpersonen, eine aktive Öffentlichkeitsarbeit, die Organisation von Fachveranstaltungen sowie der Informationsaustausch in öffentlichen Foren. 

Nähere Informationen auf der Homepage des Verens: leben-mit-corona.ch.

Hinweise zu Anbietern von Videokonferenz-Diensten der Berliner Datenschutzbeauftragten 

Die Berliner Datenschutz-Aufsichtsbehörde hat einige der gängigen Anbieter von Videokonferenz-Diensten hinsichtlich des Datenschutzes genauer unter die Lupe genommen und mit einem Ampel-System bewertet. 

Die Ergebnisse der Prüfung können Sie hier herunterladen: Hinweise zu Anbietern von Videokonferenz-Diensten.

Selbsthilfe reloaded! - SoberGuides 

Wegweisendes Selbsthilfeprojekt der Guttempler in Deutschland

Der Digitalisierungsprozess ermöglicht es, neue fortschrittliche Wege der Sucht-Selbsthilfe zu beschreiten. 

Die Corona-Pandemie hat zudem im laufenden Jahr die Bedeutung der digitalen Kommunikation aufgezeigt.

Ohne zu wissen, was uns im kommenden Jahr erwartet, haben die Guttempler in Deutschland mit freundlicher Unterstützung der BARMER im Oktober 2019 ein innovatives, mehrjähriges Sucht-Selbsthilfeprojekt gestartet, das sich von bisherigen Projekten der Selbsthilfeförderung deutlich unterscheidet.

Die Guttempler richten ihre Sucht-Selbsthilfearbeit mit diesem Projekt neu aus, weil sich Bedürfnisse der Hilfesuchenden verändert haben.

Zentraler Bestandteil ist eine modern gestaltete Projekthomepage, über die die freiwilligen und kompetenten Helfer*innen unkompliziert erreichbar sind.

Das Besondere an dem Konzept ist, dass Hilfesuchende sich über die Homepage www.soberguides.de ihre ehrenamtlichen Begleiter*innen aussuchen und diese direkt ansprechen können.

  • Das Angebot von „Selbsthilfe reloaded!“ richtet sich an Menschen, die weniger Suchtmittel konsumieren möchten oder sich für eine abstinente Lebensweise entscheiden wollen.
  • Auch den Angehörigen und Freunden von Menschen mit Suchterfahrung bietet SoberGuides eine Anlaufstellte.
  • Es ist vor allem für Menschen konzipiert, die den Umgang mit Online-Medien kennen, denn der erste Kontakt findet über das Internet statt.
  • Wir bringen die Selbsthilfegruppen ins heimische Wohnzimmer und fungieren als Begleiter in ein selbstbestimmtes suchtmittelfreies Leben.
  • Die Hilfesuchenden bestimmen den Kanal (die Kommunikationsebene), entweder das persönliche Treffen, das Telefonat oder über die Online-Präsenz im Internet und Smartphone.
  • Durch das Angebot werden auch jüngere Menschen und solche mit eingeschränkter Mobilität erreicht. Das  Angebot für Hilfesuchende wird zudem in Leichter Sprache vorgestellt.

Die Projekthomepage der SoberGuides erreichen Sie auf: www.soberguides.de

Pressemittteilung, Hamburg, den 10. August 2020

NEUE virtuelle Selbsthilfegruppe für Corona-Betroffene -
Erfahrungen austauschen und aus der Krise lernen

Die Ausbreitung des Corona-Virus SARS-CoV-2 hat in den vergangenen Monaten nahezu auf der ganzen Welt massiv unser Leben beeinträchtigt. In vielen Ländern der Welt wurden das soziale Leben und auch die wirtschaftlichen Aktivitäten phasenweise radikal heruntergefahren. Familienmitglieder, Freunde und Bekannte durften sich nicht mehr sehen, alte Menschen wurden isoliert und starben mitunter einsam in Betreuungseinrichtungen. Manche erkrankten schwer und einigen konnte nicht mehr geholfen werden, vor allem dort, wo das Gesundheitssystem die außerordentlichen Belastungen nicht mehr auffangen konnte. Kinder und Schüler konnten nicht mehr in den Eirichtungen und Schulen betreut werden. Unternehmen stellten ihre Produktion ein und viele verloren ihre Arbeit oder mussten diese erheblich einschränken. Viele Selbstständige sahen sich existentiell bedroht oder verloren ihre Unternehmen. 

Andere, die von Einschränkungen kaum negativ betroffen waren, empfanden die erzwungene Entschleunigung unseres Alltags dagegen mitunter als Gewinn oder zumindest als interessante Erfahrung. Es wurde auf eindrucksvolle Weise deutlich, wie unterschiedlich eine solche Krise verschiedene gesellschaftliche Gruppen trifft. 

In einer offenen Selbsthilfegruppe wollen wir die Möglichkeit bieten, sich über die sehr unterschiedlichen Erfahrungen mit der Krise und ihren Folgen auszutauschen und vielleicht auch die eine oder andere Lehre daraus zu ziehen, was wir in Zukunft anders und vielleicht auch besser machen können - individuell, in den verschiedenen Gemeinschaften und gesamtgesellschaftlich. 

Die virtuellen Treffen finden einmal wöchentlich am Mittwochabend, zwischen 18.30 und 20.00 Uhr statt und werden vorerst von einem Mitarbeiter/einer Mitarbeiterin des SHZ moderiert. Im weiteren Verlauf sollen die Treffen ohne externe Moderation und ggf. auch in Form persönlicher Treffen im Selbsthilfezentrum fortgeführt werden. Technische Voraussetzungen für die virtuellen Treffen: PC, Smartphone oder Tablet mit Kamera und Mikrofon. 

Anmeldung:
Selbsthilfezentrum München (SHZ), Westendstraße 68, 80339 München
Ansprechpartner: Erich Eisenstecken, erich.eisenstecken@shz-muenchen.de

Sie erhalten dann kurz vor dem Treffen per E-Mail einen Link und einen Zugangscode.
Die Teilnehmer*innenzahl ist auf 15 Personen beschränkt. 

Start: Mittwoch 7. Juli 2020, 18.30 – 20.00 Uhr, danach wöchentlich

Datenschutzkonforme Digitalplattformen und Tipps zu gelingsicheren Onlinetreffen 

In der aktuellen Coronaviruskrise versucht nun fast jeder, sich über das Internet zu vernetzen. Es werden Telefon- und Videokonferenzen abgehalten und Chatplattformen genutzt. Leider wird dabei der Datenschutz meist nicht ausreichend oder gar nicht berücksichtigt.

Übersichtsliste datenschutzkonforme Digitalplattformen, SHZ München 
Das Selbsthilfezentrum München hat eine, regelmäßig aktualisierte, Auflistung von Online-Plattformen für Videokonferenzen und Chats erstellt, die dem Schutz der persönlichen Daten Rechnung tragen. Die Liste können Sie hier herunterladen: Übersichtsliste Digitalplattformen, Stand 13.05.2020.
Nach langer Recherche empfiehlt das Selbsthilfezentrum das Videokonferenz-Tool Blizz. Hier finden Sie eine Handreichung für Videokonferenzen mittels Blizz sowie eine Handreichung für Gutes Gelingen von Online-Treffen

Gelingsichere Onlinetreffen, KISS Regensburg 
Neben Empfehlungen zu datenschutzrechtlichen Online-Tools gibt die KISS Regensburg auch Tipps für ein gelingsicheres Onlinetreffen und zum Ablauf eines virtuellen Gruppentreffens: Empfehlungen für Onlinetreffen.
Außerdem wurde eine Vorlage für eine datenschutzrechtliche Einwilligung zur Teilnahme an einem virtuellen Gruppentreffen erstellt: Datenschutzeinwilligung.

Mit "Kiss.On" hat Kiss Mittelfranken sehr schnell auf die aktuelle Situation reagiert. Die eigene, neue Plattform, ermöglicht es Selbsthilfegruppen sichere Online-Treffen via Chat oder Telefon durchzuführen: kiss-mfr.de/online-treff/

Suchtselbsthilfe in Coronazeiten

Einen Beitrag zu den Schwierigkeiten in der Selbsthilfe aufgrund der aktuellen Kontaktbeschränkungen lesen Sie hier: www.ukw.de 

Angebote für Suchtkranke und deren Angehörige: 

Selbsthilferelevante Angebote für Menschen mit psychischen Problemen

  • Die Deutsche Depressionshilfe bietet Betroffenen und Angehörigen ein umfangreiches Informations- und Hilfsangebot. Neben dem deutschlandweiten Info-Telefon (Telefonnummer 0800 / 33 44 533)  gibt es ein Online-Diskussionsforum für junge Menschen. Außerdem bietet das iFightDepression Tool ein internetbasiertes Selbstmanagement-Programm für Menschen mit leichten Depressionsformen.
  • Der Deutsche Angst-Hilfe e.V. bietet Online-Beratung für alle Menschen mit Angststörungen an durch Selbsthilfeaktive und ehemals selbst Betroffene Personen an.
  • Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. hat eine Corona-Hotline, für alle die durch die Corona-Krisensituation psychisch belastet sind, eingerichtet. Die Hotline ist für die kommenden Wochen täglich von 8:00 - 20:00 Uhr geschaltet und für die Anrufenden kostenlos und anonym.

Weitere Tipps und Ideen

  • Der virtuelle Selbsthilfetreffpunkt Bayern geht in die Verlängerung!  
    Ab dem 15. September jeden 3. Dienstag im Monat, 16.30 - 18.00 Uhr 
    Wollen Sie sich gemeinsam mit anderen Selbsthilfeaktiven aus Bayern austauschen und im Gespräch Ihre Sorgen und Nöte loswerden? Dann besuchen Sie unseren moderierten, virtuellen Selbsthilfetreffpunkt Bayern! Nähere Infos finden Sie hier. 
  • Das Selbsthilfebüro Korn hat Tipps gesammelt, wie Sie gut durch die Corona-Krise kommen.
    Diese können Sie hier herunterladen: Tipps Selbsthilfebüro Korn e.V. 
  • Auf der Seite des Aktivbüro Würzburg finden Sie Neues aus der Selbsthilfe zum Umgang mit der Coronakrise : www.wuerzburg.de
  • Aufbauende Worte und zahlreiche kreative Beiträge finden Sie in unserer Mutmach-Börse. Sie möchten Ihre Gedanken teilen und anderen Mut machen? Wir freuen uns über Ihren Beitrag! Zur Mutmach-Börse 
  • Das Selbsthilfe-Büro Niedersachsen sammelt Ideen und Tipps, die auch für bayerische Selbsthilfegruppen hilfreich sind: www.selbsthilfe-buero.de
  • NAKOS, die bundesweite Unterstützungseinrichtung für Selbsthilfe in Berlin hat hier Informationen speziell für Selbsthilfegruppen und Selbsthilfekontaktstellen zusammengestellt: www.nakos.de